Gewinner oder Verlierer? – Die Kunst das „Spiel“ zu beenden

Bei Konflikten gibt es Gewinner und Verlierer. Verlieren möchte keiner. Konflikte sind unangenehm, anstrengend und kosten viel Energie. So fassen viele Menschen Konflikte auf. Das Ergebnis sind ungelöste Auseinandersetzungen, schlecht funktionierende Beziehungen und miese Stimmung. Thomas & Thomas beschäftigen sich im Podcast Permanent Change mit der Natur von Konflikten, wie sie sich lösen lassen und kommen zu dem Schluss, dass sie ziemlich viel Positives an sich haben.

Konflikte: Kleine Kriege oder Wege zum Frieden?

Sun Tsu, die Kunst des Krieges, veranschaulicht, wie man Initiative ergreifen und den Feind bekämpfen kann. Das hat, so Thomas Lorenzen, mit unserem Begriff von Konflikten jede Menge zu tun. Wir sehen unser Gegenüber im Konflikt als Feind an, den wir besiegen müssen. Thomas Wehrs erinnert das an Spaltungstendenzen in der Gesellschaft. Als Coaches, Berater und Transaktionsanalytiker beobachten Thomas & Thomas Konfliktscheu, starke emotionale Assoziation und Hypothesen, die die Fachleute nicht bestätigen können. In Coachings und bei Mediationen allerdings erleben sie Menschen, die Konflikte am liebsten unter den Teppich kehren, Gefühle am Arbeitsplatz nicht zeigen und ihre Vorgesetzten aus Angst vor Konflikten nicht herausfordern wollen. Thomas & Thomas haben auf Konflikte eine andere Sicht. Bei Konflikten kommen Differenzen in der Wahrnehmung, im Denken oder Fühlen zum Ausdruck. Thomas Lorenzen zitiert ein Beispiel aus dem Harvard-Konzept: Zwei Kinder streiten sich um eine Orange. Ihre Mutter überlegt sich verschiedene Lösungsstrategien und entscheidet sich dafür, zunächst die jeweiligen Interessen zu klären. Es stellt sich heraus, dass ein Streithahn die Schale der Orange zum Kuchenbacken bracht und der andere ihren Saft trinken möchte. Problem gelöst! Auch wenn der Fall Orange ein dankbarer Streitfall ist, so zeigt sich in der Praxis immer wieder: Häufig geht es beim Konflikt nicht um das augenscheinliche Objekt der Auseinandersetzung, sondern um dahinter liegende Gefühle, Haltungen oder Erwartungen.

Gewinnbringende Lösungsstrategien für Konflikte

Wer sich in einem Konflikt sieht, tut gut daran wie in der klassischen Deeskalation erst einmal innezuhalten und wahrzunehmen, was vor sich geht. Denn manche Auseinandersetzungen sind sehr energiegeladen. Wenn das Gegenüber in seinem kritischen Eltern-Ich, so nennen wir es in der Transaktionsanalyse, von seiner Haltung zutiefst überzeugt kritisiert, belehrt und seine Meinung äußert, geht der Konfliktpartner gern in die Anpassung, um den Konflikt nicht ausbrechen zu lassen. Die eigene Reaktion auf gegensätzliche Gefühle, Interessen oder Wahrnehmungen hängt in hohem Maße davon ab, wie man selbst gelernt hat mit Konflikten umzugehen. Für manche Eltern bedeuteten Auseinandersetzungen sofortigen Kontaktabbruch und tagelanges Schweigen. Wer das als Kind wiederholt erlebt hat, entwickelt womöglich eine ausgesprochene Konfliktscheu und mag sich auch als erwachsener Mensch nicht streiten. Das Innehalten hilft einerseits dabei, den eigenen Gefühlen in Verbindung mit dem Konflikt nachzuspüren. Andererseits tragen kleine Kunstpausen wie kurzzeitiges Verlassen des Raumes auch dazu bei, Energien anders zu verteilen. Frage Dich in Konfliktsituationen immer selbst: Was ist mein Bedürfnis in diesem Moment? In unseren Begleitunterlagen kannst Du mehr über diese Grundbedürfnisse lesen.

Konflikte ohne Scheu und mit einem möglichen Gewinn für alle Beteiligten

Als professionelle Konfliktbegleiter fassen Thomas & Thomas das Potenzial von Auseinandersetzungen so zusammen:

  • Konflikte fühlen sich nicht gut an. Diese Aussage erkennen die meisten wieder und können sie so akzeptieren
  • Das Lösen von Konflikten erfordert Kraft, Willen und eine entsprechende Haltung. Die OK/OK-Haltung, wie wir sie aus der Transaktionsanalyse kennen, ist ein wichtiger Schlüssel dazu. Sein Gegenüber so akzeptieren, wie er oder sie ist, bedeutet nicht gleichzeitig sich mit jeglichem Verhalten einverstanden zu erklären
  • Konflikte zeigen vor allem auf, welche Themen unklar sind und wo Gesprächsbedarf besteht. Sie geben sogar einen guten Anlass zum Gespräch.

Das ist überaus positiv, finden Thomas & Thomas. Versuche also den Konflikt als etwas Positives zu sehen. Brauchst Du Unterstützung dabei? Dann buche ein kostenloses Erstgespräch mit den Experten hinter Permanent Change. Auch über die Berate Mich! App erreichst Du die beiden. Als Podcast-Zuhörer*in bekommst Du sogar 25% Rabatt. Schau auch gern mal in die Fuelbox rein und lass Dich von den spannenden Themen inspirieren. In Folge 22 des Podcasts beschäftigen wir uns mit dem Thema Selbstständigkeit. Freut Euch drauf!

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