Mit dem richtigen Mindset dem Permanent Change der Corona-Pandemie begegnen

In der aktuellen Episode unseres Podcasts Permanent Change haben wir, Thomas & Thomas,  unseren Kollegen und Experten Dr. Johann Schneider zum Gespräch eingeladen. In unserer Coachingpraxis beobachten wir verschiedene Reaktionen auf die jetzige Situation. Wie gut der Einzelne mit Kontaktbeschränkungen, Unsicherheit und Ängsten zurechtkommt, hängt ganz von seiner persönlichen Entwicklung ab. In der dritten Episode „#003 – Psychische Auswirkungen der Corona Pandemie“ tauschen wir uns darüber aus, welchen ungewöhnlichen Kräften wir ausgesetzt sind und wie wir unseren Coachees weiterhelfen.

Ein Leben mit Corona zwingt uns zu ständigen praktischen Anpassungen

Die Regeln und Maßnahmen in Bezug auf die Eindämmung von Corona-Infektionen führen dazu, dass wir unser Leben statt wie gewohnt selbstbestimmt in höherem Maße fremdbestimmt führen. Statt Arbeits- und Urlaubspläne für ein ganzes Jahr zu machen, müssen wir nun ständig kurzfristig umdenken, Termine umwandeln, absagen und neue Ideen haben. Menschen leben aber gerne nach Gewohnheiten, so unser Kollege Schneider. Er erklärt: „Da gibt es die guten Gewohnheiten, die die Leute bewusst konstruieren und auch verändern können. Dann gibt es aber auch die anderen Gewohnheiten, über die wir uns oft gar nicht im Klaren sind. Die laufen unbewusst und können deshalb schwer umgestaltet werden. Die fallen erst dann auf, wenn sie nicht mehr passen.“ Und solche Entdeckungen sind im veränderten Corona-Alltag häufig. Wenn gewohnte Routinen nicht mehr funktionieren, bekommen manche Leute Schwierigkeiten und leiden. „Diejenigen sind eher die Patienten in der Psychotherapiepraxis“, beschreibt der Neurologe seine Beobachtung. Selbstbewusste Menschen jedoch, die mit sich selbst in Kontakt sind, haben die besten Voraussetzungen dafür, solche Gewohnheiten zu erkennen und bewusst zu verändern.

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Wie wirkt sich die Corona-Pandemie psychisch auf uns aus?

Prinzipiell müssen sich alle neu orientieren und an die sich ständig ändernden Gegebenheiten anpassen. Praktische Handlungen führen dabei unweigerlich zu psychologischen Auswirkungen. Damit kommen die einzelnen Menschen unterschiedlich gut zurecht. Johann Schneider macht Beobachtungen auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene. Er erklärt: „Wer in seiner persönlichen Entwicklung relativ weit ist, kommt meist gut klar.“ Der Neurologe und Coach erlebe mehrere Coachees, die nun eine Gelegenheit sehen, endlich etwas selbstbestimmt zu entwickeln und endlich ihre Work-Life-Balance in den Griff zu kriegen, weil sie etwa nicht mehr reisen müssen. Selbstbewusste Menschen, die sich selbst und ihre Bedürfnisse gut kennen, erkennen schnell, wie sie trotz sozialen Abstandes Zuwendung und den für sie richtigen Platz finden. Andere hingegen schauen eher, was die anderen machen und warten darauf, dass ihnen jemand sagt, was richtig ist. Eine selbstbestimmte Entwicklung ist damit nicht möglich und Frust vorprogrammiert.

Auch in gesellschaftlicher Hinsicht verändert Corona eine Menge. „Wenn wir von einem demokratischen System ausgehen, haben wir viele verschiedene Faktoren oder Meinungen, die sich austauschen und dann zu gemeinsamen Entscheidungen kommen“, beschreibt Schneider. In einer Situation wie der Corona-Pandemie allerdings treten Wünsche nach totalitären Systemen auf, die sonst in unserer Demokratie selten zu beobachten sind. „Häufig ist in Interviews zu hören, dass die Leute es schon nicht aushalten können, wenn verschiedene Bundesländer verschiedene Vorgehensweisen haben. Das ist ein Zeichen dafür, dass sie in ihrer Entwicklung ganz massiv an der Gemeinschaft orientiert sind die verschiedenen Faktoren gar nicht berücksichtigen können“, führt der Schneider aus. Der Coach beschreibt damit eine deutliche Konsequenz der Corona-Pandemie. In dem Alltag, den wir vor März 2020 als normal bezeichneten, existierten solche Wünsche und Tendenzen auch. Corona allerdings bringt sie sehr deutlich als Strömung hervor.

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Hilfe zur Selbsthilfe: So kannst Du Deinen Gefühlen Luft verschaffen und weiterkommen

Der Kopf mag verstehen, was mit uns vorgeht, wenn sich so viel wie seit Beginn der Corona-Pandemie verändert. Der Weg zum Wohlbefinden kann trotzdem noch sehr weit sein. Johann Schneider weiß Rat: „Erste Hilfe ist, dass man alle Gefühle und Gedanken überhaupt mal aussprechen kann und dass jemand da ist, der zuhört.“ Laut Schneider geht es nicht darum, gleich Ratschläge oder Empfehlungen zu geben, sondern darum einander zu verstehen. Er empfiehlt, mit einem vertrauten Gesprächspartner eine Abmachung zu treffen: Erst erzählt der eine und der andere hört zu. Der Zuhörer kann höchstens Fragen stellen, um seinen Freund, Kollegen oder Vertrauten besser zu verstehen. Er verzichtet allerdings auf Tipps und Hinweise. Anschließend könnte man die Gesprächssituation umkehren, damit auch der Zuhörer seine Emotionen und Gedanken loswerden kann. Und wenn das nicht hilft? „Wenn ich weiterhin antriebslos bin und sich nichts bessert, dann sollte man sich am besten an Beratungsstellen, Berater, Coaches, Ärzte oder andere Fachpersonen wenden“, setzt Schneider fort.

Als zugewandter Gesprächspartner steht Dir Dein Coach zur Verfügung. Die beiden Berater hinter dem Podcast Permanent Change, Thomas Wehrs (Berlin) und Thomas Lorenzen (Hamburg) sind wie Dr. Johann Schneider (Soltau) aktive Coaches und Transaktionsanalytiker. Sie stehen auch bei den vielfältigen psychischen Herausforderungen, die uns die Corona-Pandemie stellt, zur Verfügung und geben Hilfe zur Selbsthilfe. Ziel ihres Coachings ist immer, dass Coachees sich ihrer eigenen Stärken und Ressourcen bewusst werden und sie einsetzen, um eine selbstbestimmte Entwicklung zu verfolgen. Sprich uns an!

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