Frauen in Führungspositionen – Immer diese Frauenquote!

Die Frauenquote wird heiß diskutiert, gelebt aber wird sie nicht. Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen arbeiten nur wenige Frauen in Führungspositionen. Manche halten eine offiziell vorgeschriebene Frauenquote für die Lösung, andere finden sie hinderlich. Thomas & Thomas fragen sich, warum diese Konkurrenz nötig ist, und haben eine engagierte weibliche Führungskraft zum Gespräch bei Permanent Change eingeladen. Wencke Scheel leitet in Schleswig-Holstein einen ambulanten Pflegedienst mit 30 Mitarbeitenden. Ihre Haltung zum Thema weibliche Führung begeistert die beiden Podcast-Moderatoren Thomas Wehrs und Thomas Lorenzen. 

Frauen in Führungspositionen – Was tun sie da?

Was machen Frauen überhaupt in Führungspositionen? Mit dieser Frage eröffnet Thomas provokant das Gespräch mit der Leiterin, Inhaberin, aktuellen Pflegedienstleiterin und Krankenschwester Wencke Scheel. „Genau das Gleiche wie Busfahrerinnen – sie gehen ihrer Arbeit nach“, antwortet die Interviewpartnerin lachend. Auch wenn die Schleswig-Holsteinerin seit Jahren jeden Tag Chefin ist, weiß sie, dass das Klischee „männlicher“ und „weiblicher“ Berufe in der Gesellschaft weiterlebt. „Frauen gehören genauso in die Führung wie Männer. Bei mir ist die Führungsriege rein weiblich ausgestattet“, erzählt die 44-Jährige. Sie beobachtet auch: Frauen machen es anders. „Das hat viel mit Persönlichkeit und Prägung zu tun. Frauen zeigen mehr Fürsorge, haben einen Rundumblick fürs Team und wollen, dass es allen gut geht“, beobachtet Wencke Scheel. Sie nennt diese Eigenschaften traditionell weibliche Stärken – manchmal aber werden diese als Schwächen ausgelegt. Scheel: „Ich wünsche mir, dass mehr Frauen den Mut haben in die Führung zu gehen, zu sich selbst und zu ihrer Persönlichkeit zu stehen. Man muss sich nicht verstellen, nur weil man Führungskraft ist. Traut Euch was zu, auch wenn die Gesellschaft Euch das nicht vorspiegelt.“

Schwach gegen stark, männlich gegen weiblich

Haben Männer vielleicht sogar Angst vor der Weichheit der Frau? Thomas Wehrs‘ Vermutung ist, dass Stärke, Angriffslust und Dominanz traditionell maskulin besetzt sind. Diese Präferenzen funktionieren gegenüber Frauen aber nicht. Deshalb sehen Männer ihre Position geschwächt, wenn sie sich weiblichen Führungskräften gegenübersehen. Wencke Scheel meint: „Männer sind selbstbewusster, treffen schneller Entscheidungen und stehen dazu. Viele Frauen verstecken sich eher, statt in die Aktion zu gehen.“ Auch in ihrem Team beobachtet sie geschlechtsspezifische Unterschiede: „Frauen bewerten schnell auf der Beziehungsebene. Da bringen Männer oft mehr Ruhe rein, weil sie sachlicher sind.“

Dabei tragen wir grundsätzlich maskuline und feminine Anteile in uns. Während manche während der Erziehung gefördert werden, verkümmern andere. Das fängt schon bei der Farbe der Kleidung oder des Kinderzimmers an, sind sich die Gesprächspartner*innen einig. Die gängigen Klischees in der Gesellschaft passen daher ebenso wenig zu Frauen in der Führung wie zu Männern in der Pflege. Auch das sieht Wencke Scheel deutlich an ihrer Personalstruktur. „Bei uns gibt es deutlich mehr Frauen als Männer. Das darf sich gerne ändern. Für mich ist es ganz wichtig, dass Männer in die Pflege kommen. Die Herausforderung ist, dass die Sensibilität in der Gesellschaft geschaffen werden muss.“ Und wie erfüllen Männer, denen Empathie in der Kindheit oft aberzogen wurde, die Anforderungen in der Pflege, in der ja gerade Einfühlsamkeit gefordert ist? „Der Umgang mit den Kunden ist ein Unterschied. Wir bekommen auch immer wieder Rückmeldungen von Angehörigen und Patienten, dass sie die Pflege durch Männer anders – distanzierter –  wahrnehmen. Daran arbeiten wir. Die Männer machen das nicht bewusst“, erzählt Wencke Scheel.

Männern ist im Beruf Anerkennung von außen oft wichtiger als Frauen. Auch das hindert manche Jungs und Männer daran, Pflegeberufe zu wählen. Der Stellenwert von Pflege ist trotz ihrer enormen Bedeutung in der Gesellschaft noch nicht hoch genug. „Das erlebe ich bei Frauen anders“, berichtet Scheel. „Sie finden die Anerkennung eher im direkten Kontakt, sie machen diesen Beruf für sich selbst.“ Ihnen falle es häufig auch leichter, mit Frauen in Führungskräften umzugehen. Mit männlichen Mitarbeitern habe Wencke Scheel in dieser Hinsicht eher Herausforderungen erlebt.

Haben Männer vielleicht sogar Angst vor der Weichheit der Frau? Thomas Wehrs‘ Vermutung ist, dass Stärke, Angriffslust und Dominanz traditionell maskulin besetzt sind. Diese Präferenzen funktionieren gegenüber Frauen aber nicht. Deshalb sehen Männer ihre Position geschwächt, wenn sie sich weiblichen Führungskräften gegenübersehen. Wenke Scheel meint: „Männer sind selbstbewusster, treffen schneller Entscheidungen und stehen dazu. Viele Frauen verstecken sich eher, statt in die Aktion zu gehen.“ Auch in ihrem Team beobachtet sie geschlechtsspezifische Unterschiede: „Frauen bewerten schnell auf der Beziehungsebene. Da bringen Männer Ruhe rein, weil sie sachlich sind.“

Dabei tragen wir grundsätzlich maskuline und feminine Anteile in uns. Während manche während der Erziehung gefördert werden, verkümmern andere. Das fängt schon bei der Farbe der Kleidung oder des Kinderzimmers an, sind sich die Gesprächspartner*innen einig. Die gängigen Klischees in der Gesellschaft passen daher ebenso wenig zu Frauen in der Führung wie zu Männern in der Pflege. Auch das sieht Wenke Scheel deutlich an ihrer Personalstruktur. „Bei uns gibt es deutlich mehr Frauen als Männer. Das darf sich gerne ändern. Für mich ist es ganz wichtig, dass Männer in die Pflege kommen. Die Herausforderung ist, dass die Sensibilität in der Gesellschaft geschaffen werden muss.“ Und wie erfüllen Männer, denen Empathie in der Kindheit oft aberzogen wurde, die Anforderungen in der Pflege, in der ja gerade Einfühlsamkeit gefordert ist? „Der Umgang mit den Kunden ist ein Unterschied. Wir bekommen auch immer wieder Rückmeldungen von Angehörigen und Patienten, dass sie die Pflege durch Männer anders – distanzierter –  wahrnehmen. Daran arbeiten wir. Die Männer machen das nicht bewusst“, erzählt Wenke Scheel.

Männern ist im Beruf Anerkennung von außen oft wichtiger als Frauen. Auch das hindert manche Jungs und Männer daran, Pflegeberufe zu wählen. Der Stellenwert von Pflege ist trotz ihrer enormen Bedeutung in der Gesellschaft noch nicht hoch genug. „Das erlebe ich bei Frauen anders“, berichtet Scheel. „Sie finden die Anerkennung eher im direkten Kontakt, sie machen diesen Beruf für sich selbst.“ Ihnen falle es häufig auch leichter, mit Frauen in Führungskräften umzugehen. Mit männlichen Mitarbeitern habe Wenke Scheel in dieser Hinsicht eher Herausforderungen erlebt.

Frauen in der Führung, Männer in der Pflege – viel ändert sich in der Gesellschaft und das heißt Wecnke Scheel als Unternehmerin gut. Sie ruft Männer und Jungs auf: Die generalistische Pflegeausbildung ist auch für Euch interessant. Pflege wird in der Gesellschaft immer wichtig und Ihr tragt dazu bei! Frauen gibt sie mit auf den Weg: Traut Euch was zu! Statt sich in die Ecke zu stellen und zu beschweren, dass so viele Männer in der Führung sind, könnt Ihr selbst was tun!

Selbstbestimmung bringt Frauen in Führungspositionen

Thomas & Thomas folgern:

  • Frauen in Führung und in Männer in die Pflege? Auf jeden Fall und mehr davon!
  • Die Diskussion über eine Quote sollte gar nicht geführt werden. Sie führt zu Spaltung und Konkurrenz. Es geht vielmehr um Autonomie und Selbstbestimmung.
  • Führung braucht Zugewandtheit, Aufmerksamkeit, Empathie und Flexibilität. Menschen wollen aus einer respektvollen Haltung herausgeführt werden.

Bei Fragen der Selbstbestimmung, dem persönlichen Karriereweg und Führungsaufgaben helfen Thomas & Thomas Frauen und Männern gerne weiter. Bucht ein kostenfreies Erstgespräch mit Thomas Lorenzen in Hamburg, mit Thomas Wehrs in Berlin oder digital. Das geht am besten über die Berate Mich! App. Hier gibt’s 25 Prozent Rabatt für Permanent Change Hörer*innen. Beim nächsten Mal geht’s im Podcast um den Wahnsinn der ständigen Erreichbarkeit, den die Digitalisierung von uns abfordert. Bleibt dran und hört mit!

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